Heidelberg

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Der Aufstieg zum Schloss (nehmen Sie nicht die Bahn und gehen Sie unbedingt über den Schlossgarten) ist zwar eine ausgesprochen steile Angelegenheit, aber man wird mit einem wunderbaren Blick auf die Stadt belohnt …

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Februar 2019

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Geschenkte Galgenfrist. Was bisher geschah: Ich weiss seit 15 Monaten, dass ich bald von hier wegziehen muss. Was „bald“ heisst wurde dann erstmal verhandelt, und letzen Sommer gab es dann endlich auch einen offiziellen Termin, nämlich Anfang März diesen Jahres. Aber schon im Herbst standen Vermutungen der Art „es wird wohl doch ein paar Monate später“ hoch im Kurs.

Der Februar sollte deshalb eigentlich im Zeichen der Wohnungssuche stehen. Seit Ende Januar ist aber wieder alles anders, den es gibt einen neuen offiziellen Termin, nämlich Februar nächsten Jahres. Also sind alle diesbezüglichen Aktivitäten erstmal auf Eis gelegt, ich freue mich über ein geschenktes zusätzliches Jahr und habe Zeit für eine Webseite.

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Getting rid of things that to not spark joy. Ich hatte mich im Herbst, nach einem halben Jahr Pause, doch wieder bei Netflix angemeldet, war aber schon nach einem Monat wieder mit dem interessanten Teil des Programms durch. Klar gäbe es noch viele Serien, die ich nicht kenne, aber die sind entweder Comic-Verfilmungen oder hören sich an als wären sie die Neuauflage einer anderen Serie. Also habe ich nach drei Monaten erneut die Segel gestrichen, und das soll jetzt auch so bleiben bis entweder die Tage wieder kürzer werden oder eine wirklich vielversprechende neue Serie kommt.

Von Amazon Prime habe ich eigentlich schon immer nur den schnellen Versand benutzt. Ab und zu habe ich mal einen Film gesehen, aber das Angebot bei Prime Video spricht mich gerade noch weniger an als von Netflix. Eine kurze Kostenrechnung hat dann ergeben, dass ich bei weitem nicht genug bestelle dass sich der schnelle Versand wirklich rechnet. Also bin ich dann mal weg. (Und es hat sich herausgestellt dass der Versand auch ohne Prime recht schnell ist).

Dann war da noch die Sache mit den Wolken.

  1. Dropbox habe ich schon länger gegen iCloud ausgetauscht. Darüber habe ich eine Zeitlang DevonThink auf dem iMac mit dem iPad synchronisiert, aber eigentlich habe ich es nur auf dem iMac verwendet (was vielleicht daran liegt dass das iPad „nur“ es ein altes Mini ist).
  2. OmniOutliner braucht einen eigenen Synchronisationsdienst, der auch noch relativ langsam ist. Und eigentlich nutze ich auch das nur auf dem iMac.
  3. iCloud Photos habe ich mal ausprobiert, ich muss nicht wirklich alle Fotos auf allen Geräten präsent haben.
  4. Ich probiere gerade aus, ob mir statt Instapaper oder Pocket nicht auch die Leseliste von Safari oder als PDF abgespeicherte Webseiten ausreichen.

Ich lasse jetzt also die meisten Dokumente nur noch auf dem iMac liegen. Lediglich diejenigen, die ich wirklich auch auf dem iPhone oder den iPad brauche, kommen in die iCloud. Das funktioniert bis jetzt erstaunlich gut.

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That what did spark joy. Der Umzug fällt ja vorläufig aus, und so ließ ich eines schönen Mittwochs im Februar auf WhatsApp so ganz nebenbei die Bemerkung fallen dass ich ja gerade Urlaub planen würde. Das führte zu einer kleinen Umfrage, einer ausführlicheren Recherche, einer Rundmail, erhöhtem Verkehrsaufkommen auf WhatsApp und am Donnerstagabend war klar dass wir unseren Schottland/Irland Urlaub vom letzten Jahr dieses Jahr auf den Kanalinseln fortsetzen werden.

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Nikolaus Kopernikus. Dava Sobel portraitiert in A more Perfect Heaven den Mann, der unser Sonnensystem zurechtgerückt hat. Jetzt kann ich mir endlich vorstellen warum er mehr als 30 Jahre mit der Veröffenlichung seiner Theorien gewartet hat, denn mit so einer Ungeheuerlichkeit schafft man sich halt nicht nur Freunde. Und ich habe auch gelernt warum ausgerechnet der Reformator Andreas Osiander (Kopernikus stand ja als Domherr im Dienst der katholischen Kirche) das Vorwort geschrieben hat.

Martin Luther. Tatsache!: Die Wahrheit über Luthers Thesenanschlag ist quasi das Buch zur Folge 224 von Hoaxilla. Im Podcast gibt es schon eine Menge Informationen zum Thema, unter anderem die Antwort auf die Frage hat er oder hat er nicht, und das Buch vertieft die ganze Sache nochmal. Der Stil ist nicht ganz so locker-fluffig wie im Podcast, sondern bereitet das Thema stärker wissenschaftlich auf, aber man lernt nebenbei noch eine Menge darüber wie man professionell mit historischen Quellen umgeht.

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Was sonst noch geschah. Die Weihnachtserkältung ist endlich auf dem Rückzug. Das Wetter hat sich von kalt über bäh zu endlich Frühling! gemausert. Ich habe endlich in AirPods investiert und höre jetzt wieder mehr Podcasts, zum Beispiel Faking Hitler. Es gibt endlich ein hochaufgelöstes Bild von Ultima Thule. Ich habe endlich mal Zeit gefunden eine Webseite zu basteln.

Fragen 1-20

(Inspiriert von Anke Gröner, Charming Quark und vielen anderen. Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin Flow Magazin bzw. der PDF Version von Beyhan.)

Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?
Spontan über Whatsapp einen Urlaub mit guten Freunden geplant. Siehe auch Frage 3.
Worauf verwendest du viel Zeit?
Planen, recherchieren, umplanen, nochmal recherchieren, grübeln, nachdenken, darüber schlafen, nochmal planen. (Das war jetzt hoffentlich nicht die Frage nach zuviel Zeit.)
Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?
Clevere Wortspiele. Britischer Humor.
Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?
Passiert mir eher selten. Aber wenn, dann es macht mir schon was aus.
Woraus besteht dein Frühstück?
Unter der Woche: Nur Tee und später ein gelegtes Brötchen. Am Wochenende: Tee und Quark, Müsli, Croissants oder Brötchen. Man beachte jedoch die Einschränkungen aus Frage 9.
In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?
Mehr als 99% unserer Gene sind identisch.
Was machst du morgens als Erstes?
  1. Aufstehen. Das ist der schwerste Teil, weil mein Gehirn zu diesem Zeitpunkt nur die lebensnotwendigsten Funktionen aktiviert hat. Die Fähigkeit, das Bett zu verlassen gilt in diesem Zusammenhang keinesfalls als lebensnotwendig.
  2. Langjährig eingeübte Routinetätigkeiten im Badezimmer erledigen, die sich auch mit weitgehend heruntergefahrenem Gehirn noch durchführen lassen.
  3. Tee kochen. Das Gehirn ist jetzt mit dem hochfahren grundlegender Prozesse beschäftigt, ist aber noch nicht netzwerkfähig.
  4. Tee trinken. Das Gehirn kann bereits kurze Informationseinheiten (< 280 Zeichen) mit nicht allzu komplexen Inhalten verarbeiten und ist eingeschränkt netzwerkfähig.
  5. An Werktagen das Haus verlassen und hoffen dass das Gehirn irgendwann einmal hochgefahren ist.
Kannst du gut vorlesen?
Mache ich eher selten, und wenn es sein muss, dann verhaspele ich mich garantiert. Die Antwort lautet damit wohl: nein.
Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?
nussmaertel Der Weihnachtsmann hat bei uns nie eine wichtige Rolle gespielt. Aber ich hatte wohl ziemlich lange einen Heidenrespekt vor dem Nussmärtel. Das ist eine protestantische Version des Nikolaus, der unartigen Kindern die Leviten liest und die ganz schlimmen in seinen Sack packt und mitnimmt. Siehe Beweisfoto aus dem Hort, als ich sechs oder sieben Jahre alt gewesen sein muss.
Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?
Mehr Zeit für Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Zeit ist bekanntlich äquivalent zu Geld, aber so einfach ist es dann leider doch nicht, Geld gegen Zeit einzutauschen. Man kann nicht einmal gestohlene Zeit gegen entsprechendes Lösegeld zurückbekommen.
Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?
Geduld. Und zwar bitte jetzt, sofort.
Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Babylon 5 habe ich bestimmt drei oder vier mal gesehen. Dabei ich schaue ich Serien selten mehr als einmal, weil ich ja schon weiss wie es ausgeht. Für mich ist das immer noch die beste Science Fiction Serie die es gibt.
Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?
Das müsste 1984 gewesen sein, und es war sowohl das erste und als auch das letzte Mal. Vergnügungsparks sind nicht so meine Sache.
Wie alt möchtest du gern werden?
Alt genug um all die Bücher lesen zu können die ich noch lesen möchte. Ich werde vermutlich irgendwann mit dem Gefühl sterben, doch nicht alles geschafft zu haben.
An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?
Den in Schottland 2012. Ich hatte schon viel über das Land gehört, aber ich war trotzdem überwältigt von dieser fantastischen Landschaft.
Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?
Schlimm.
Hättest du lieber einen anderen Namen?
Ich habe einen Vornamen, der recht häufig ist – zweitweise gab es fünf von uns in der selben Klasse. Das kann schon lästig sein, wenn man zwecks besserer Identifikation von Einzelpersonen zu ungeliebten Spitznamen greift. Ansonsten: passt schon.
Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?
Bei so ziemlich jeder.

Graffitis in Glasgow

Graffitis gehören eigentlich nicht zu dem typischen Programm einer Studienreise. Auch bei unserer Reise stand davon nichts im Prospekt, und wir waren eigentlich auch nur für kurze Stadtbesichtigung plus Übernachtung in Glasgow. Am nächsten Tag sollte es weiter in Richtung Irland gehen.

Am Abend, nach einem vorzüglichen Dinner beim Inder, ich fiel fast schon ins Bett, erhielt ich noch eine Nachricht über WhatsApp: »willst Du morgen vor dem Frühstück mit uns noch Graffitis ansehen?«. Natürlich wollte ich. Man ist ja nicht jeden Tag in Glasgow, und so schlimm ist das nicht wenn die Nacht etwas kürzer wird, schlafen kann ich auch noch im Bus.

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Tübingen

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An der Neckarbrücke

Tübingen ist einen Wochenendausflug wert: der Neckar, die schönen alten Häuser mit ihren Fachwerken, die Farben, die engen Gassen mit hohen Häusern und Kopfsteinpflaster, die vielen kleinen Geschäfte.

Von dem berühmtesten Gebäude der Stadt, dem Hölderlinturm, konnte man gerade nicht viel sehen, weil er gerade restauriert wird und deshalb eingerüstet ist. Im Bild ist er links von der Häuserzeile zu erkennen.

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