Graffitis in Glasgow

Graffitis gehören eigentlich nicht zu dem typischen Programm einer Studienreise. Auch bei unserer Reise stand davon nichts im Prospekt, und wir waren eigentlich auch nur für kurze Stadtbesichtigung plus Übernachtung in Glasgow. Am nächsten Tag sollte es weiter in Richtung Irland gehen.

Am Abend, nach einem vorzüglichen Dinner beim Inder, ich fiel fast schon ins Bett, erhielt ich noch eine Nachricht über WhatsApp: »willst Du morgen vor dem Frühstück mit uns noch Graffitis ansehen?«. Natürlich wollte ich. Man ist ja nicht jeden Tag in Glasgow, und so schlimm ist das nicht wenn die Nacht etwas kürzer wird, schlafen kann ich auch noch im Bus.

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In Glasgow gibt es seit etwa zehn Jahren ein von der Stadt gefördertes Programm zur Verschönerung des Stadtbildes mittels Straßenkunst, und seit 2014 gibt es den offiziellen City Centre Mural Trail.

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Viele der Graffitis befinden sich in der Innenstadt, so dass wir in der Stunde, die uns zwischen Dämmerung und Frühstück blieb, ungefähr die Hälfte der Kunstwerke suchen (das war nicht immer der einfache Teil) und ablichten konnten.

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Charles Rennie Mackintosh, Architekt, Designer & Maler
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Zwei Ansichten von Billy Connolly, in Schottland sehr populärer Komiker, Musiker und Schauspieler

Die Bilder sind unterschiedlich groß -- es reicht vom Garagentor bis zur komplett verwandelten. Die Themen sind genauso vielfältig wie Glasgow, viele Tiere, wichtige lokale Persönlichkeiten, und die Fantasie kommt garantiert auch zu kurz.

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Honey … I shrunk the kids
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Wind Power

Leider sind nicht mehr alle Graffitis so fotogen. Manche befinden sich in dunklen Seitengassen, andere sind gerade durch eine Baustelle verdeckt, und an so manchen nagt das unerbittliche Schottische Wetter.

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The World's Most Economical Taxi

Wer glaubt, dass Glasgow nur eine langweilige, düstere und ein wenig hässliche Schwester von Edinburgh ist, wird auf jeden Fall eines besseren belehrt.