Tübingen

tuebingen4
An der Neckarbrücke

Tübingen ist einen Wochenendausflug wert: der Neckar, die schönen alten Häuser mit ihren Fachwerken, die Farben, die engen Gassen mit hohen Häusern und Kopfsteinpflaster, die vielen kleinen Geschäfte.

Von dem berühmtesten Gebäude der Stadt, dem Hölderlinturm, konnte man gerade nicht viel sehen, weil er gerade restauriert wird und deshalb eingerüstet ist. Im Bild ist er links von der Häuserzeile zu erkennen.

tuebingen2
Am Schloss

Wenn man zu Schloss aufsteigt, findet man auf dem Platz vor dem Schloss erst einmal ein kleines Observatorium, das Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger errichten lies. Bohnenberger hat sich neben seinen astronomischen Studien vor allem als Landvermesser hervorgetan; den Nullmeridian auf seiner Karte von Württemberg legte er pragmatisch durch sein Büro auf dem Schloss. Man steht hier quasi am württembergischen Greenwich.

Der Grund, das Schloss zu besuchen ist aber das Museum. Das ist nicht das typische Schlossmuseum mit schön hergerichteten alten Räumen und einer Gemäldegalerie, sondern dort ist die Archäologische Sammlung der Universität ausgestellt (beziehungsweise ein kleiner, aber publikumswirksamer Teil davon).

Das Highlight der Sammlung ist ein Raum mit 40000 Jahre alten Eiszeitskunstwerken. Nochmal in Worten: vierzigtausend Jahre. Das sind die ältesten Kunstwerke der Welt.

Die Stücke sind alle sehr klein, sogar die größten von ihnen sind nicht einmal handtellergroß. Bei manchen kann man klar erkennen um was es sich handelt, andere würde man als Laie nie und nimmer für etwas anderes als ein Stück Schutt halten. Aber das haben Menschen vor unglaublich langer Zeit geschaffen.

Die Frühgeschichte ist aber bei weitem noch nicht alles, es gibt noch eine großartige römische Sammlung (mit vielen Statuen) und auch aus Ägypten hat man eine Menge herangeschafft, zum Beispiel eine komplette Grabkammer. Man kann das gar nicht in einem Nachmittag erfassen, ich muss nochmal kommen.

tuebingen3
Am Marktplatz

Das andere Highlight von Tübingen ist natürlich die Altstadt mit ihren hohen Fachwerkhäusern und engen Gassen. Bei der Stadtführung habe ich gelernt, dass Tübingen im Krieg kaum zerstört wurde, weil es hier recht wenig Industrie gibt.

tuebingen1
An der Neckarbrücke — die andere Seite

Mitte November war vielleicht nicht die allerbeste Zeit um Tübingen zu erkunden. Trotz bei strahlend blauem Himmel erreicht die Sonne den Boden der engen Gassen dann oft nicht mehr, do kann kann es schnell ungemütlich kalt werden. Aber es gibt ja noch das Neckarufer, an dem man sich wärmen kann.